Das Weinetikett lesen – welche Angaben müssen auf das Etikett, welche sind freiwillig?

Manchmal befinden sich zu viele Angaben auf einer Weinflasche, manchmal zu wenig. Aber welche Angaben müssen auf dem Etikett stehen und welche sind freiwillig? Was sagt das Weinetikett über den Wein aus?

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Die Text-Informationen erhielten wir auf http://www.wikipedia.de

Verpflichtend vorgeschriebene Angaben

Die verpflichtenden Angaben für deutsche Weinetiketten sind:

Qualitätsstufe
Eines der wichtigsten Qualitätskriterien für deutsche Weine ist die Qualitätsstufe. Diese muss auf jedem Weinetikett zu finden sein. In Deutschland wird zwischen Tafel-, Land- und Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete unterschieden. Qualitätsweine können zusätzlich noch die Prädikate Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese oder Eiswein erhalten.

Geografische Herkunft
Die Angabe der geografischen Herkunft ist teilweise verpflichtend vorgeschrieben, teilweise wahlweise zu gebrauchen. Das hängt von der Qualitätsstufe und davon ab, wie detailliert die geografische Angabe ist.

Abfüller
Die Angabe des Abfüllers muss auch den Ort umfassen, in dem der Abfüller seinen Sitz hat. Unter Umständen kann die Abfüllerangabe mit einer Kennziffer codiert sein.

Alkoholgehalt
Der vorhandene Alkoholgehalt muss in der Einheit Volumenprozent angegeben werden.

Nennvolumen
Das Nennvolumen bezeichnet das Volumen der Weinflasche.

Loskennzeichnung
Die Loskennzeichnung dient zur Identifizierung des Weines. Bei Qualitätswein, Prädikatswein, Qualitätslikörwein, Sekt und Qualitätsperlwein genügt die Angabe der amtlichen Prüfungsnummer.

Amtliche Prüfungsnummer
Die amtliche Prüfungsnummer (A.P. – Nr.) identifiziert den Wein bezüglich der Qualitätsweinprüfung.

Enthält Sulfite
Seit 2006 ist diese Angabe „enthält Sulfite“ bzw. „enthält Schwefeldioxid“ bei Konzentrationen von mehr als 10 mg/l verpflichtend vorgeschrieben. Wenn Weine mit den eiweißhaltigen Schönungsmitteln Kasein oder Ovalbumin geschönt werden und in der EU nach dem 30. Juni 2012 in den Handel kommen, muss dies auf dem Weinetikett angegeben werden.

Weinetikett

Freiwilige Angaben

Die folgenden Angaben sind freiwillig. Sie müssen aber in der Weinbuchführung angegeben und dokumentiert werden.

Jahrgang
Das Jahr, in dem die Trauben für den Wein gewachsen und in der Regel auch geerntet wurden darf auch nur auf dem Etikett angegeben werden, wenn mindestens 85 % der Reben in diesem Jahr geerntet wurden.

Rebsorte
Es kann die Rebsorte (zum Beispiel Merlot) angegeben werden, aus welcher der Wein zu mindestens 85% gekeltert wurde. Die Angabe zweier Rebsorten ist ebenfalls möglich, dann muss der Wein aber zu 100% aus diesen Rebsorten bestehen.

Geschmacksangabe

Hier findest du unseren Blogbeitrag zu den unterschiedlichen Weingeschmäcken. >LINK<

Die Geschmacksangabe ist abhängig von Zuckergehalt und dem Verhältnis Zucker/Säure:
• trocken – Restzuckergehalt höchstens 9g/l
• halbtrocken – Restzuckergehalt höchstens 18g/l
• lieblich – Restzuckergehalt höchstens 45g/l
• süß – Restzuckergehalt über 45g/l

 

Weinort und Lage
Damit ist die genaue Herkunft des Weins gemeint. Zusätzliche Angaben wie etwa Trinktemperaturen oder Speise-Empfehlungen sind seit 2007 zulässig.

 

Fazit:

Am Ende entscheidet doch das Auge, ob wir eine Weinflasche ansprechend finden oder nicht. Der Geschmack bestimmt danach, ob du den Wein nochmals kaufen wirst.

Sei neugierig, bleib neugierig,

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Was ist dir bei einem Weinetikett wichtig? Schreib uns.

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