Die Weintraube – eine faszinierende Frucht

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Grün bis rot zu dunkelblau. Sie werden roh gegessen, zu Rosinen getrocknet, zu Traubensaft und natürlich zu Wein verarbeitet. Jeder kennt sie – die Weintraube. Doch kann man aus jeder Traube Wein herstellen? Was gibt es für unterschiedliche Sorten? Wo werden sie überall angebaut? Wir klären dich auf.

Weintrauben unterscheidet man zwischen Tafeltrauben und Keltertrauben. Tafeltrauben sind Weintrauben, die als Obst roh gegessen werden. Sie reifen nach der Ernte nicht nach. Die Keltertrauben werden zur Gewinnung vom Wein verwendet. Sie sind kernreicher, dickhäutiger und haben einen höheren Säuregehalt im Vergleich zu Tafeltrauben, dennoch schmecken sie ausgezeichnet.

Der Säuregehalt ist wichtig für die Herstellung ausgewogener Weine. Die Bezeichnung leitet sich ab von der Kelter, einer Presse zum Ausdrücken des Saftes und aus der Traubenbeere.

Bei den Keltertraubensorten unterscheidet man zwischen Weißweinsorten – zur Herstellung von Weißwein und Rotweinsorten – zur Herstellung von Rotwein und Roséwein.

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Mittlerweile gibt es schätzungsweise 8000 – 10000 verschiedene Rebsorten. Die bekanntesten stellen wir dir nun vor:

1. Cabernet Sauvignon (Hauptanbauländer: Frankreich, Italien, Chile, Schweiz )
Aus dieser Rebsorte wird Rotwein hergestellt. Er hat einen starken Fruchtcharakter mit einem besonders vollen Körper.

2. Merlot (Hauptanbauländer: Frankreich, Italien, Chile, Schweiz)
Auch aus dieser Rebsorte wird Rotwein hergestellt. Er bietet einen sanften und weichen Geschmack.

3. Airén (Hauptanbauländer: Spanien, Marokko)
Sie ist eine Weißweinsorte und man kennt sie auch unter den Namen Lairén, Aidé‚ Valdepeñas oder Manchega. Das Ergebnis sind sehr frische Weißweine, deren animierendes Bouquet an Zitrusfrüchte erinnert.

4. Tempranillo (Hauptanbauländer: Spanien, Portugal)
Hierbei handelt es sich um eine Rotweinsorte. Ein volles Fruchtspektrum wird mit einer ganz bestimmten würzigen Note vereint.

5. Chardonnay (Hauptanbauländer: Frankreich, USA, Deutschland, Chile, Österreich, Ungarn )
Diese Rebsorte ist nicht besonders anspruchsvoll beim Anbau. Die Weißweinsorte bietet einen frischen und fruchtigen Genuss.

6. Syrah oder Shiraz (Hauptanbauländer: Frankreich, Spanien, Schweiz, Australien, Südafrika, Chile)
Sie ist eine Rotweinsorte, die dunkle Fruchtaromen mit kräftigem Weingenuss vereint.

7. Grenache (Hauptanbauländer: Spanien, USA, Argentinien, Frankreich, Italien, Algerien, Marokko, Türkei)
Diese Rotweinsorte bietet einen kräftigen roten Fruchtgenuss.

8. Trebbiano (Hauptanbauänder: Italien, Frankreich)
Sie ist eine Weißweinsorte und in Australien ist sie auch unter dem Namen White Shiraz bekannt. Trebbiano Weine sind eher neutral, Spitzen-Trebbiano Weine überzeugen durch einen lebendigen Geschmack von Aprikosen und einem leichten Hauch von Gewürzen.

9. Pinot Noir (Hauptanbauländer: Frankreich, Schweiz, Deutschland, Österreich)
Bei uns in Deutschland kennt man ihn als Spätburgunder oder Blauburgunder. Pinot Nero ist ein weiterer Name dieses Rotweins. Er steht für Qualität und wird deshalb nicht ohne Grund auch bei der Herstellung von Champagner verwendet.

10. Sangiovese (Hauptanbauländer: Italien, Frankreich)
Ein Rotwein mit einem fruchtigen Geschmack nach Brombeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren und Preiselbeeren. Auch würzige Aromen wie Leder, Tabak, Nelken oder Lakritze sind in diesem Wein enthalten. Unter anderem werden der berühmte Chianti, der Tignanello und der Brunello aus dieser Sorte hergestellt.

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Weintrauben sind nicht gleich Weintrauben. Jede einzelne Sorte hat ihre Eigenheiten und das schmeckt man. Doch über Geschmack kann man streiten – oder auch nicht. Ganz nach Geschmack.

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Was ist deine Lieblingsrebsorte? Schreib uns.

Wo bauen wir Deutschen unseren Wein an? Die deutschen Weingebiete

Beim Wein greifen die meisten Menschen zum Italiener, Spanier oder Franzosen. Doch auch Deutschland produziert Jahr für Jahr große Mengen an Wein. Doch wo befinden sich in Deutschland eigentlich die Weinbaugebiete und welche Sorten bauen wir Deutschen an? Das erfährst du nun.

Die Angaben des Beitrags / Quellenangaben erhielten wir von http://www.wikipedia.de/ Der Stand der Angaben ist 2012

Während des gallischen Kriegs gelangte der Weinbau mit Julius Caesar und seiner römischen Legion an die Mosel und an den Rhein. Seit jeher wird Wein in Deutschland angebaut.

Es gibt ca. 80.000 Winzer in Deutschland, die auf ca. 102.000 Hektar jedes Jahr Wein anbauen, wovon pro Jahrgang 9,25 Millionen Hektoliter produziert werden.

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Weinbaugebiete

Es wird zwischen 13 bestimmten Weinbaugebieten und 26 Landweingebieten unterschieden. Qualitätswein und Prädikatswein darf nur in bestimmten Gebieten angebaut werden. Dies ist geregelt im §3 Weingesetz.

Die 5 größten Weinbaugebiete Deutschlands sind:

  1. Rheinhessen (26685 ha)
  2. Pfalz (22885 ha)
  3. Baden (15429 ha)
  4. Württemberg (11140 ha)
  5. Mosel (8594 ha)

Das kleinste Weinbaugebiet ist die Hessische Bergstraße mit 431 ha.

Die Gesamt-Rebfläche der Anbaugebiete für Qualitätswein beträgt 102.000 Hektar.

Regensburg befindet sich im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern und fällt somit in das Gebiet des Baierwein. Dieses Weinbaugebiet an der Donau ist das zweit kleinste Deutschlands und das kleinste Weinanbaugebiet Bayerns. In der Region Regensburg befindet sich, mit ca. 20 km auch die kürzeste Weinstraße Deutschlands.

Weitere Informationen hierzu wollen wir in einem zusätzlichen Beitrag festhalten.

Rebsorten

In Deutschland werden 140 Rebsorten angebaut. Der größere Teil mit 105 Sorten ist für die Weißweinbereitung gedacht, 35 Sorten für die Rotweinherstellung. Ein Teil der Rotweintrauben wird auch zur Herstellung von Roséwein verwendet.

Die 5 meist angebauten Sorten Deutschland sind:

  1. Riesling (22636 ha) / Weißwein
  2. Müller-Thurgau (13374 ha) / Weißwein
  3. Spätburgunder (11756 ha) / Rotwein
  4. Dornfelder (8009 ha) / Rotwein
  5. Silvaner (5185 ha) / Weißwein

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Export

Es wird auch sehr viel Wein exportiert. 2012 waren es über 1,3 Millionen Hektoliter. Die größten Exportländer für den deutschen Wein sind dabei die USA, Niederlande und das Vereinigte Königreich.

Fazit

Wie du nun gelesen hast, gibt es in Deutschland eine große Weinbaufläche. Aber auch kleine Flächen, wie das Besondere in Regensburg, sind nennenswert. Mit der meist angebauten Sorte, dem Riesling, bleibt Deutschland ein klassisches Weißweinland. Jedoch darf man den immer mehr kommenden Rotwein nicht unterschätzen. Eines ist jedoch sicher. Über Geschmack kann man streiten – oder auch nicht. Ganz nach Geschmack.

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Schäumen, Perlen, Prickeln – Faszination Schaum – und Perlweine

Sekt, Champagner, Cava, Crémant, Franciacorta, Trentodoc, Moscato d‘ Asti, Prosecco oder Asti. Diese Begriffe oder zumindest ein paar davon hat jeder schon einmal gehört. Doch was ist ein Schaumwein? Was ist ein Perlwein? Und wie unterscheiden sich diese? Wir klären dich auf.

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Schaumweine

Unter die Rubrik Schaumweine fallen Weine, die mindestens 3 Atmosphären (Bar) Überdruck in der Flasche ausüben (bei Qualitäts-Schaumweine mindestens 3,5 Bar). Der Druck kommt von der Kohlensäure, die beim Vergären des Weins entsteht. Wenn der Wein mit Sauerstoff in Kontakt kommt, entweicht das CO2. Das geschieht beim Einschenken. Der Wein schäumt hoch, der Schaum hält sich kurz und fällt dann wieder in sich zusammen. Perlen bleiben, die vom Boden wie kleine Bläschen aufsteigen.

Zu den Schaumweinen zählen Champagner, französische Crémants und die spanischen Cavas, so wie der italienische Franciacorta und der Trentodoc. Auch Marken- und Winzersekte aus Deutschland und Österreich sind fast ausschließlich Schaumweine. Entscheidend dafür ist lediglich nur, wie viel Druck in der Flasche herrscht. Für Schaumweine gilt nämlich die Sektsteuer, für Perlweine nicht.

Champagner: Lese hierzu in unserem eigenen Artikel: >LINK<

Crémant: Einfache bis hochwertige Schaumweine aus Frankreich außerhalb der Champagne (z.B. Bordeaus, Burgund, Elsass, Jura, Limoux und Liore). Eine Flaschengärung ist vorgeschrieben. (Flaschengärung = Verfahren zur Herstellung von Schaumwein, Apfelschaumwein oder Bier, bei dem ein Teil des Gärvorgangs in der Flasche stattfindet, um später ein Mousseux (Schäumen) zu erhalten.)

Cava: Hauptsächlich industriell hergestellt spanischer Schaumweine aus weißen Rebsorten wie Parellada, Xarel lo, Macabeo, der Chardonnay- und Pinot-Nior-Traube. (Flaschengärung).

Franciacorta: Teurer, hochwertiger Schaumwein aus dem norditalienischen Anbaugebiet bei Brescia, erzeugt aus Pinot Bianco, Chardonnay und Pinot Nior. Die Flaschengärung ist Vorschrift.

Trentodoc: Ein edler Schaumwein aus Chardonnay-, Pinot-Bianco- und Pinot-Nior Trauben bei der norditalienischen Stadt Trient. Die Flaschengärung ist Pflicht.

Markensekt: Einfache Schaumweine aus Riesling, anderen Trauben- oder Mischsorten. Sie werden fast immer nach der preiswerten Charmat-Methode hergestellt. (Charmat-Methode = Methode zur Herstellung von Schaumweinen ohne Flaschengärung, wo der Wein in großen Druckbehältern aus Edelstahl bei der zweiten Gärung statt in der Flasche vergoren wird.)

Winzersekt: Aus den besten Grundweinen einzelner Weingüter hergestellter Schaumwein, der nach der Methode der Flaschengärung hergestellt wird.

AstiBilliger, süßer, industrieller Schaumwein aus Muskateller-Trauben aus dem Piemont.

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Perlweine

Sie dürfen nicht mehr als 2,5 Atmosphären Überdruck haben und deshalb schäumen sie nur leicht. Zu Perlweine zählen Prosecco, Moscato d’Asti, Asti und deutsche Seccos. Prosecco: Perlwein aus der Prosecco-Rebe, die in Norditalien angebaut wird. (Charmat-Methode).

Moscato d’Asti: Perlwein aus Weißen-Muskateller-Trauben, die im Piemont angebaut werden. (Charmat-Methode).

Secco: deutsche Entsprechung des italienischen prosecco frizzante

Die Gläser

Natürlich trinkt man Schaum- oder Perlweine aus speziellen Gläsern. Die Gläser sind schmal, dünnwandig und haben eine hochgezogene Tulpenform, damit sich der Schaum gut aufbauen kann.

Fazit

Manche Menschen lieben das Prickeln, den Schaum und das Gefühl am Gaumen, andere wiederum empfinden dieses Gefühl als unangenehm oder trinken ihn nur gemischt mit Orangensaft und an besonderen Anlässen. Eines ist jedoch sicher. Über Geschmack kann man streiten – oder auch nicht. Ganz nach Geschmack.

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Welchen Schaum- oder Perlwein kannst du uns empfehlen? Schreib uns!

Der König der Schaumweine – Der Champagner

Schon im 18. Jahrhundert wurde der Champagner von den Schönen und Reichen getrunken. Auch heute gilt er bei vielen als festlichstes Getränk. Doch warum ist der Champagner so einzigartig? Was unterscheidet ihn zu anderen Schaumweinen? Woher kommt der Name und wie wird er hergestellt? Wir klären dich auf.

Der Champagner ist ein schäumender Weißwein. Jedoch unterscheiden ihn einige Merkmale zu normalen Sekt.

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Das Anbaugebiet ist genau definiert.

Das Weinbaugebiet Champagne liegt nordöstlich von Paris um die Stadt Reims.

Das Herstellungsverfahren ist anders. (Champagnermethode)

Ein Champagner wird nicht in großen Drucktanks versektet, sondern mit einer geringen Menge an Zucker und speziellen Champagnerhefen in Flaschen gefüllt, die mit einem Kronenkorken verschlossen werden und mindestens 15 Monate im Keller lagern müssen. Der zugefügte Zucker verwandelt sich in Alkohol. Gegen Ende werden die Flaschen „gerüttelt“, also kopfüber in Stellagen gehängt und nach einem bestimmten System gedreht, heute meistens automatisch. Die am Flaschenboden festsitzende Hefe löst sich und wandert in den Flaschenhals. Zum Entfernen der Hefe (Degorgieren) werden die Flaschenhälse in der Regel eingefroren und die Flaschen kurz geöffnet, sodass der Kohlensäuredruck den Hefesatz herauspressen kann. Vorher wird dem Wein noch eine kleine Menge Zuckerlösung zum Abrunden hinzugefügt.

Nur bestimmte Rebsorten dürfen verwendet werden.

Sie heißen Pinot Noir (Spätburgunder), Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzriesling) und Chardonnay.

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Fazit:

Auch wenn Champagner teuer ist, ist er jedoch besonders im Geschmack. Er schmeckt mineralisch cremig und jeder sollte ihn einmal probiert haben. Hinterher kann man immer noch sagen: „Das ist nicht mein Geschmack!“ Aber über Geschmack kann man streiten – oder auch nicht. Ganz nach Geschmack.

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Was ist der Unterschied zwischen Dekantieren und Karaffieren?

Jeder hat diese beiden Begriffe schon einmal gehört. Fakt ist, dass Dekantieren und Karaffieren nicht das selbe bedeutet. Wann wird dekantiert? Wann wird karaffiert? Wir klären dich auf.

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Dekantieren
Das Dekantieren wird häufig bei älteren Weinen verwendet. Ältere Weine stehen schon länger und der Bodensatz, auch Depot oder Weinstein genannt, setzt sich unten am Boden ab und schmeckt leicht bitter. Um diesen Bodensatz vom Wein zu trennen, kippt man den Wein ganz vorsichtig unter einer Kerze oder Licht, sodass man am den Bodensatz am Flaschenhals gut erkennen kann, in eine Karaffe. Wenn dieser Zusatz ersichtlich ist, hört man auf zu gießen und kann den Wein genießen.

Karaffieren
Dieser Vorgang wird bei jungen Weinen angewendet. Junge Weine stehen noch nicht so lange und somit hat sich noch kein Bodenzusatz gebildet. Wir gießen den Wein in eine Karaffe, um dem Wein Sauerstoff zu geben. Damit kann sich der Wein geschmacklich besser entfalten. Bei älteren Weinen sollte man jedoch Acht geben. Durch das Karaffieren kann der Wein oxidieren und diese chemische Reaktion im Wein verläuft umso schneller, je weniger Tannin enthalten ist. Je älter der Wein, um so weniger Tannin ist darin. Deshalb gilt die Faustregel: Je älter der Wein, desto kürzer sollte er mit Luft in Kontakt kommen. Daher ist es ratsam, alten Wein direkt nach dem Öffnen zu verkosten. Hat der Wein bereits ein volles Aroma, besteht die Gefahr, dass es durch zu langes Karaffieren beeinträchtigt wird oder der Wein dabei kippt und ungenießbar wird.

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Fazit:
Ob nun dekantiert oder karaffiert werden sollte, richtet sich nur nach dem Alter des jeweiligen Weins.

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Wie gefällt dir uns Blogbeitrag? Schreib uns.

Das Weinetikett lesen – welche Angaben müssen auf das Etikett, welche sind freiwillig?

Manchmal befinden sich zu viele Angaben auf einer Weinflasche, manchmal zu wenig. Aber welche Angaben müssen auf dem Etikett stehen und welche sind freiwillig? Was sagt das Weinetikett über den Wein aus?

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Die Text-Informationen erhielten wir auf www.wikipedia.de

Verpflichtend vorgeschriebene Angaben

Die verpflichtenden Angaben für deutsche Weinetiketten sind:

Qualitätsstufe
Eines der wichtigsten Qualitätskriterien für deutsche Weine ist die Qualitätsstufe. Diese muss auf jedem Weinetikett zu finden sein. In Deutschland wird zwischen Tafel-, Land- und Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete unterschieden. Qualitätsweine können zusätzlich noch die Prädikate Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese oder Eiswein erhalten.

Geografische Herkunft
Die Angabe der geografischen Herkunft ist teilweise verpflichtend vorgeschrieben, teilweise wahlweise zu gebrauchen. Das hängt von der Qualitätsstufe und davon ab, wie detailliert die geografische Angabe ist.

Abfüller
Die Angabe des Abfüllers muss auch den Ort umfassen, in dem der Abfüller seinen Sitz hat. Unter Umständen kann die Abfüllerangabe mit einer Kennziffer codiert sein.

Alkoholgehalt
Der vorhandene Alkoholgehalt muss in der Einheit Volumenprozent angegeben werden.

Nennvolumen
Das Nennvolumen bezeichnet das Volumen der Weinflasche.

Loskennzeichnung
Die Loskennzeichnung dient zur Identifizierung des Weines. Bei Qualitätswein, Prädikatswein, Qualitätslikörwein, Sekt und Qualitätsperlwein genügt die Angabe der amtlichen Prüfungsnummer.

Amtliche Prüfungsnummer
Die amtliche Prüfungsnummer (A.P. – Nr.) identifiziert den Wein bezüglich der Qualitätsweinprüfung.

Enthält Sulfite
Seit 2006 ist diese Angabe „enthält Sulfite“ bzw. „enthält Schwefeldioxid“ bei Konzentrationen von mehr als 10 mg/l verpflichtend vorgeschrieben. Wenn Weine mit den eiweißhaltigen Schönungsmitteln Kasein oder Ovalbumin geschönt werden und in der EU nach dem 30. Juni 2012 in den Handel kommen, muss dies auf dem Weinetikett angegeben werden.

Weinetikett

Freiwilige Angaben

Die folgenden Angaben sind freiwillig. Sie müssen aber in der Weinbuchführung angegeben und dokumentiert werden.

Jahrgang
Das Jahr, in dem die Trauben für den Wein gewachsen und in der Regel auch geerntet wurden darf auch nur auf dem Etikett angegeben werden, wenn mindestens 85 % der Reben in diesem Jahr geerntet wurden.

Rebsorte
Es kann die Rebsorte (zum Beispiel Merlot) angegeben werden, aus welcher der Wein zu mindestens 85% gekeltert wurde. Die Angabe zweier Rebsorten ist ebenfalls möglich, dann muss der Wein aber zu 100% aus diesen Rebsorten bestehen.

Geschmacksangabe

Hier findest du unseren Blogbeitrag zu den unterschiedlichen Weingeschmäcken. >LINK<

Die Geschmacksangabe ist abhängig von Zuckergehalt und dem Verhältnis Zucker/Säure:
• trocken – Restzuckergehalt höchstens 9g/l
• halbtrocken – Restzuckergehalt höchstens 18g/l
• lieblich – Restzuckergehalt höchstens 45g/l
• süß – Restzuckergehalt über 45g/l

 

Weinort und Lage
Damit ist die genaue Herkunft des Weins gemeint. Zusätzliche Angaben wie etwa Trinktemperaturen oder Speise-Empfehlungen sind seit 2007 zulässig.

 

Fazit:

Am Ende entscheidet doch das Auge, ob wir eine Weinflasche ansprechend finden oder nicht. Der Geschmack bestimmt danach, ob du den Wein nochmals kaufen wirst.

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Was ist dir bei einem Weinetikett wichtig? Schreib uns.

Verschiedene Weinverschlüsse – Welcher ist am besten?

Verschluss ist nicht gleich Verschluss. Es gibt verschiedene Arten einen Wein zu verschließen. Von Naturkorken, über Synthtetikkorken, zu Presskorken und Schraubverschlüssen bis hin zum Glasverschluss. Jede Variante hat seine Vor – und Nachteile. Wir klären dich auf.

Der Naturkorken

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Ein Klassiker unter den Verschlüssen bei Weinen. Naturkork wird aus den Rinden der Korkeiche hergestellt. Seit Jahrhunderten dient Kork zum Verschließen von Weinflaschen und noch heute werden 80 Prozent aller Weine mit Naturkork verschlossen.

Vorteil
Naturkorken lassen sich sehr gut in den Flaschenhals pressen und dehnen sich dort wieder aus. Dadurch entsteht ein dichter Verschluss, der aufgrund seiner Porosität immer noch einen minimalen Austausch mit der Außenluft zulässt und somit den Reifeprozess von Weinen ermöglicht. Er ist recycelbar und biologisch abbaubar, bleibt über Jahrzehnte elastisch und geschmacksneutral. Außerdem ist er elegant und
stilvoll.

Nachteil
Dadurch, dass es ein natürliches Produkt ist, besteht die Gefahr, dass sich Mufftöne* entwickeln können, die den Wein ungenießbar machen.

Beschreibung von www.wikipedia.de:
*Mufftöne treten in verschieden starker Ausprägung relativ häufig auf, sie werden teilweise auch als „schleichender Kork“ bezeichnet. Charakteristisch für den Muffton ist die sensorische Wahrnehmung „nasser Pappe“. Für dumpfe, muffige Töne gibt es zwei Ursachen. Einerseits können diese unangenehmen Eindrücke von nicht sauberen Fässern stammen, man findet dieses Problem durch den Verzicht auf große Holzfässer in der Kellertechnik aber nur noch selten. Der zweite Grund ist ein typischer, häufiger
Korkfehler. Die Mufftöne haben die negative Eigenschaft, nach Öffnen einer fehlerhaften Flasche langsam stärker zu werden.

Der Synthetikkorken

Der Synthtetikkorken ist die günstige Alternative zum Naturkorken. Sie sind den Naturkorken im Aussehen und in der Wirkung nachempfunden. Sie werden jedoch aus Kunststoff oder Zuckerrohr hergestellt.

Vorteil
Die Funktionalität ist gut und es können keine korkbedingten Mufftöne* entstehen.

Nachteil
Das Wiederverschliessen mit dem Kunststoff-Korken ist meist nicht möglich, weil der Korken sehr starr ist. Eine lange Lagerung mit Synthetikkorken ist nicht zu empfehlen, denn es können Fremdaromen an den Wein abgeben werden. Längere Lagerzeiten von mehr als fünf Jahren sind damit nicht empfehlenswert.

Der Presskorken

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Sie werden aus Korkgranulat hergestellt, aber nicht aus einem ganzen Stück der Rinde gewonnen.

Vorteil
Der Presskorken ist kostengünstiger als der Naturkork.

Nachteil
Der Presskorken ist anfälliger für Fehler, sodass der Wein durch Korkfehler ungenießbar werden kann.

Der Schraubverschluss

Schraubverschluss

Der Schraubverschluss wird aus Aluminium hergestellt.

Vorteil
Der Wein ist wieder verschließbar, was ein sehr großer Vorteil ist.

Nachteil
Er ist nicht besonders stilvoll und stellt immer noch ein Imageproblem dar. Außerdem ist es noch nicht gewiss, ob die Luftdurchlässigkeit über längere Lagerdauer optimal bleibt.

Der Glasverschluss

Glasverschluss
Glasstopfen bestehen aus mit Kunststoff verbundenem Glas. Der Glasverschluss ist eine elegante Alternative zu Drehverschlüssen.

Vorteil
Glasstopfen sind aufgrund des Materials geschmacks- und geruchsneutral. Außerdem ist der Glasverschluss eine stilvolle Art, den Wein zu verschließen.

Nachteil
Der Glasverschluss ist eine teure Variante und und die Lagerdauer ist beschränkt.

Fazit:

Es gibt keinen perfekten Verschluss, denn jeder Verschluss ist mit Vor- und Nachteilen verbunden.
Ein Schraubverschluss bedeutetet nicht zwingend, dass ein Wein minderwertig ist und ein Naturkork
bedeutetet auch nicht, dass ein Wein hochwertig ist. Am Ende zählt immer noch der Geschmack. Aber
über Geschmack kann man streiten – oder auch nicht. Ganz nach Geschmack.

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Ist dir der Verschluss wichtig? Schreib uns.

Was ist der Unterschied zwischen Rot- und Weißwein? Und dann gibt es auch noch den Róse?

Wein unterscheidet sich nicht nur in unterschiedlichen Geschmacksgraden, sondern natürlich auch in der Farbe. Rot, weiß oder rosa. Aber wie unterscheiden sich diese genau? In erster Linie natürlich in der Farbe. Aber warum ist ein Rotwein rot und ein Weißwein weiß und ein Rósewein rosa? Wir klären dich auf!

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Herstellung

Die Informationen entnahmen wir aus www.wikipedia.de

Weißwein

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Ein Weißwein wir aus weißen Trauben gepresst. Der daraus entstandene Saft wird dann mit Hefe vergärt.

Rotwein

grapes-3623694_1920Ein Rotwein wir nicht aus roten Trauben, sondern aus blauen Trauben gepresst. Es ist aber nicht machbar die blauen Trauben direkt zu pressen, da der enthaltene Saft, bei vielen blauen Trauben, ebenfalls weiß ist. Die Traubenschalen werden daher aufgebrochen und die festen und flüssigen Bestandteile gemeinsam vergärt. Dabei geben die Schalen ihren enthaltenen Farbstoff ab, wodurch nach dem Pressen die Rotfärbung des Saftes entsteht.

Rósewein

Nicht wie die meisten Leute denken, ist dies eine Mischung aus Weiß- und Rotwein. Rósewein entsteht ebenfalls aus blauen Trauben, ähnelt aber in der Herstellung der Weißweinherstellung. Die Vergärung samt Schale wird hierbei aber auf nur eine Stunde reduziert, wodurch weniger Farbstoff aus den Schalen in den Saft übergeht.

Serviertemperatur

Natürlich wird der Weißwein in einer anderen Temperatur als der Rot- oder Rósewein serviert:

Hier eine Übersicht für dich:

• Rósewein: 7 – 9 °C

• Weisswein (leicht): 7 – 9°C
• Weisswein (mittelkräftig): 8 – 12 °C
• Weisswein (kräftig): 12 – 14 °C

• Rotwein (leicht): 14 – 16 °C
• Rotwein (kräftig): 16 – 18 °C

Gläser

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Außerdem genießt man den Weißwein in einem anderen Glas als der Rotwein. Lese hierzu unseren Beitrag „Faszination Gläser„.

 

Fazit:
Welche Farbe du beim Wein wählst, liegt natürlich bei dir und deiner Vorliebe. Vielleicht ist es auch wetter-abhängig. Viele trinken Weiß- oder Rósewein im Sommer beim Grillen und Rotwein im Winter gemütlich vor dem Kamin. Aber über Geschmack kann man streiten – oder auch nicht. Ganz nach Geschmack.

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Welche Farbe bevorzugst du? Schreib uns!

Faszination Gläser

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Wein ist nicht gleich Wein. Wein ist Magie. Warum? Weil Wein aus jedem Glas unterschiedlich schmeckt. Dass sich die Aromen und Geschmacksnuancen gut entfalten können, ist es bedeutsam, die passenden Gläser zu verwenden. Lasst euch verzaubern.

Der Aufbau eines Weinglases:

Am wichtigsten ist der Aufbau eines Glases.

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Der Glasrand entscheidet darüber, wo und mit welcher Intensität der Wein beim Trinken auf die Zunge und deren Geschmackszonen (bitter, sauer, salzig, süß) trifft.

Je größer und länger der Kamin, also der Raum zwischen dem Wein und dem oberen Glasrand ist, desto intensiver kann man die Fruchtaromen des Weins aufnehmen. Deshalb wird ein Weinglas grundsätzlich auch nie mehr als bis zu einem Drittel gefüllt (Ausnahme Schaumwein: zwei Drittel), Rotwein teils sogar nur bis zu einem Viertel.

Beim Kelch gibt es unterschiedliche Formen. Von schlank, bis bauchig zur Tulpe. Die Form des Kelchs ist für die Entfaltung der Aromen ausschlaggebend. Breite Kelche sorgen dafür, dass der Wein eine große Oberfläche im Glas bekommt und so mehr Kontakt zu Sauerstoff. Das ist vor allem beim Rotwein relevant.

Der lange Stil ist bedeutender als man denkt. Er dient dazu, dass man die Weintemperatur durch die Berührung mit der Hand nicht verändert. Deshalb sollte man das Weinglas grundsätzlich am Stil halten, weil sonst nicht nur die Temperatur, sondern sogar auch der Geschmack und der Geruch des Weins verändert werden kann.

Zu guter Letzt – der Fuß. Er sorgt für einen sicheren Stand.

Das Weißweinglas

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Der Kelch ist weniger bauchig und relativ klein. Die Füllmenge ist dadurch geringer und somit bleibt der Wein kürzer im Glas, sodass er immer gut gekühlt bleibt. Am wichtigsten ist der Stil, denn der Weißwein sollte gut temperiert getrunken werden.
Wie bei allen Gläsern ist es so, desto kräftiger und aromatischer der Wein ist, umso größer sollte der Durchmesser des Glases sein.

Folglich:
Kleine Weißweingläser für leichte, frische, fruchtige Weißweine:
Custoza, grüner Veltliner, Rießling, Silvaner, Weißburgunder

Große Weißweingläser für kräftige, gehaltvolle Weißweine:
Chardonnay, Grauburgunder, Muskateller, Traminer, weiße Burgunder

Das Rotweinglas

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Der Kelch ist bauchig und hat eine große Öffnung. Der imposante Kelch vergrößert die Oberfläche des Weins, wodurch sich sein Aroma perfekt entfalten kann. Je kräftiger die Aromen sind, desto größer sollte der Durchmesser des Glases sein. Mittels einem Dekanter kann man dem Wein schon vor dem Ausschenken die nötige Luft zum Atmen geben.

 

Folglich:
Kleine Rotweingläser für leichte, fruchtige, tanninarme Rotweine:
Custoza, grüner Veltliner, Rießling, Silvaner, Weißburgunder

Große Rotweingläser für kräftige Rotweine:
Cabernet Sauvignon, Corvina, Malbec, rote Bourdeaux, rote Burgunder

 

Fazit: Ein guter Wein benötigt auch ein gutes Glas. Mit der passenden Glasform wird der Wein zum Hochgenuss auf der Zunge. Unsere Lieblingsweingläser sind von der Marke Eisch. Sie sind besonders dünnwandig und leicht, dabei aber dennoch sehr bruchsicher und spülmaschinengeeignet.

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Bier auf Wein, das lass sein – Wein auf Bier, das rat ich dir

Den Spruch „Bier auf Wein, das lass sein – Wein auf Bier, das rat ich dir“ hast du sicherlich schon einmal gehört oder vielleicht sogar schon selbst angewendet. Zuerst ein kühles Blondes und dann einen stilvollen Wein. Mythos oder Wahrheit? Wir klären dich auf.

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Woher stammt diese Phrase?
Die Redewendung kommt ursprünglich aus dem Mittelalter. Flüssigkeit war oft knapp, vor allem weil es mit Bakterien infiziert war. Alkohol, wie Wein und Bier war davon nicht betroffen. Wein hatte den Ruf, dass er edel ist und deshalb genossen ihn die Reichen. Bier tranken die Armen. Wein genoss der Adel, Bier trank der Pöbel. Außerdem galt Wein als ein Getränk, den man heilende Wirkung nachsagte.

Wer im Mittelalter Bier getrunken hatte und danach auf Wein umstieg, hatte den sozialen Aufstieg zum Adel geschafft. Umgekehrt bedeutete es den gesellschaftlichen Abstieg. Wer sich keinen Wein mehr leisten konnte und wieder auf billiges Bier umsteigen musste, gehörte nicht mehr dazu. Daher wird davon abgeraten, Bier nach Wein zu trinken. Man will es ja nicht herausfordern.

Fazit:
Die Reihenfolge ist völlig egal. Entscheidend für die Frage, wie stark der Kater am nächsten Tag ausfällt, ist alleine die Menge an Alkohol, die man zu sich genommen hat. Der Spruch ist lediglich historisch entstanden und es existieren keine Beweise dafür. Ich hoffe, dass wir dich aufklären konnten.

Bleib neugierig, sei neugierig.

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Hättest du es gewusst? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!